Keine Fortsetzung der
Mobility & Business
Die Stuttgarter Fachmesse für Geschäftsreiseverkehr,
Fuhrpark und mobile Kommunikation wird im kommenden Jahr nicht
stattfinden
Für die Fachmesse für Geschäftsreisen, Fuhrpark
und mobile Kommunikation, Mobility & Business, wird es
im kommenden Jahr keine Neuauflage geben. Obwohl die Aussteller
mit der Qualifikation der Besucher durchweg zufrieden waren,
fehlte der Premierenveranstaltung am Ende die notwendige Anzahl
an Besuchern, um die Messe künftig erfolgreich fortzuführen.
Stuttgarts Messegeschäftsführer Roland Bleinroth
bedauerte diesen Schritt, denn gerade „Süddeutschland
mit seinen vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen
braucht im Grunde eine solche Fachveranstaltung“. Trotz
des offenbar großen Marktes sei es aber nicht gelungen,
diese „KMU“ von der Notwendigkeit eines Reise-
oder Fuhrparkmanagements zu überzeugen, zumal die Mobility
& Business zum ersten Mal das gesamte Spektrum des Mobilitätsmanagements
abgedeckt habe. „Für die KMU in Süddeutschland
scheint das planvolle Organisieren und Strukturieren des Geschäftsreiseverkehrs
aber derzeit nicht die zentrale Bedeutung zu haben“,
interpretiert Bleinroth das fehlende Interesse der anvisierten
Firmen, „deren Schwerpunkte sind momentan offenbar woanders
angesiedelt.“
Nach vielen Gesprächen mit Ausstellern und potenziellen
Besuchergruppen sowie nach eingehender Analyse der aktuellen
Branche und des Markts ist die Messe Stuttgart deshalb zu
der Auffassung gekommen, dass auf Grund der jetzigen Situation
kein tragfähiges Fundament für eine solche Fachmesse
zustande kommen kann. Zum Leid der Aussteller, die sich über
die spärliche Resonanz der KMU aus einer Region mit hohem
Geschäftsreiseaufkommen gewundert hätten.
An der Qualität der Besucher hat es übrigens nicht
gelegen. Nach Ausstelleraussagen war die Entscheidungskompetenz
der Fachbesucher sogar beachtlich hoch gewesen. „71
Prozent sind entweder Entscheider oder maßgeblich an
Einkaufsentscheidungen beteiligt, weitere 21 Prozent übernehmen
in ihren Unternehmen eine beratende Funktion im Entscheidungsprozess
beziehungsweise bei Vertragsverhandlungen“, bestätigte
Bleinroth die Aussagen der Aussteller an Hand der Besucherbefragungen.
Die Qualifikation der Fachbesucher sei also durchaus vorhanden
gewesen, dagegen hätte deren Quantität die Erwartungen
nicht erfüllen können.
|